03.09.2010, 14:02 UTC+2

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

elixyr05

Fortgeschrittener

1

14.07.2005, 00:37

NACH NAZI-VERGLEICH -Auch der Kanzler nimmt sich Stiegler vor

Der SPD-Politiker Ludwig Stiegler bedauert inzwischen zwar seinen umstrittenen Nazi-Vergleich. Nach Parteichef Franz Müntefering tadelte ihn auch Kanzler Gerhard Schröder.

Berlin - Der Kanzler teile das Urteil von Müntefering uneingeschränkt, sagte Regierungssprecher Béla Anda. Müntefering hatte gesagt, demokratische Parteien dürften sich untereinander nicht mit Nazi-Parolen in Verbindung bringen. Anda wies darauf hin, dass der SPD-Politiker im Interview mit der Zeitung "Der neue Tag" in Weiden (Oberpfalz) von einer "Fehlschaltung im Gedankenblitz" gesprochen und eingestanden habe, nicht in einen Fettnapf, sondern in einen ganzen "Fettzuber" getreten zu sein. Offensichtlich habe Stiegler die deutliche Mahnung von Müntefering verstanden, sagte Anda.

Der bayerische SPD-Landeschef Stiegler, der auch stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Sozialdemokraten ist, hatte gesagt, bei dem Satz "Sozial ist, was Arbeit schafft" aus dem Wahlprogramm der Union falle ihm "Arbeit macht frei" ein. Dieser Satz stand über den Toren der NS-Konzentrations- und Vernichtungslager. In mehreren Interviews bedauerte Stiegler inzwischen diese Äußerung.

Für seine Äußerungen wurde Stiegler auch vom eigenen Landesverband kritisiert. SPD-Landtagsfraktionschef Franz Maget sagte, solche Aussagen seien "immer falsch, immer verletzend und immer dumm". Es handele sich sicherlich um einen "einmaligen Ausrutscher" Stieglers.

Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) sagte, Stiegler sei offensichtlich das Temperament durchgegangen. Das entschuldige den "verbalen Ausrutscher" Stieglers zwar nicht. Für Rücktrittsforderungen gebe es aber keinen Anlass.

CSU-Landtagsfraktionschef Joachim Herrmann sagte dagegen, man dürfe das Verhalten Stieglers nicht als einmaligen Ausrutscher abtun. Stiegler sei ein intelligenter Mensch, dem man unterstellen müsse, dass er eine bewusste und vorsätzliche Provokation beabsichtigt habe. Herrmann forderte: "Entweder entschuldigt sich Stiegler klar und unmissverständlich bei der Union oder er muss vom Platz gestellt werden."

FDP-Generalsekretär Dirk Niebel sprach von einer "unerträglichen Äußerung". Der Bundeskanzler habe am Wochenende mit seiner Penner-Äußerung "den Rüpel gegeben". Nun zeige Stiegler, dass dahinter offenbar System stecke, sagte Niebel der "Passauer Neuen Presse".

Kritik an der Äußerung Stieglers kam auch von den Grünen. "Ich finde die Äußerung nicht gelungen. Das sollte Herr Stiegler korrigieren", sagte der parlamentarische Geschäftsführer Volker Beck der "Rheinischen Post".


quelle-spiegel aktuell

Aeneas

L0rd_zzzz

Beiträge: 2 025

Danksagungen: 184

2

20.07.2005, 12:46

Nun ja auf der einen seite sollte man nicht so herabsinken dass man seinen gegnern naziparolen an den kopf wirft aber auf der anderen seite kann man doch schon ähnlichkeiten sehen." Arbeit macht frei" ist zwar ein satz was für die Unmenschlichkeit der Nazis steht, doch" sozial ist was Arbeit schafft" ist auch nicht besser.


“Terror eignet sich mehr als irgendeine andere militärische Strategie dazu, die Bevölkerung zu manipulieren.”


3

22.07.2005, 15:01

Zitat

Original von Aeneas
Nun ja auf der einen seite sollte man nicht so herabsinken dass man seinen gegnern naziparolen an den kopf wirft aber auf der anderen seite kann man doch schon ähnlichkeiten sehen." Arbeit macht frei" ist zwar ein satz was für die Unmenschlichkeit der Nazis steht, doch" sozial ist was Arbeit schafft" ist auch nicht besser.



Den Satz Arbeit macht frei haben sich die Nazis auch geklaut.

An sich stimmt diese Aussage nämlich. Frag mal die Leute, die arbeiten wollen und nicht können.

Darkspike

Fortgeschrittener

4

22.07.2005, 15:04

Nur was ich finde wer wirklich arbeiten will der kann auch arbeiten... Zwar muss man dann eventuell einen Umzug oder so in kauf nehmen aber ich denke das dieses schon möglich wäre...

ich sehe es bei mir in der Arbeit es gibt genügend die aus dem Osten runtergezogen sind um in München ne Stelle zu bekommen...

Wer arbeiten will muss opfer bringen meiner Meinung nach vorallem in der heutigen Zeit...

5

22.07.2005, 15:08

uiuiui

Nach Bayern ziehen ist aber ein sehr grosses Opfer. *duck*
Aber an sich hast du schon Recht. Das deutsche Volk ist sehr bequem geworden.

Darkspike

Fortgeschrittener

6

22.07.2005, 20:08

Das erste hab ich jetzt mal überhört...

Aeneas

L0rd_zzzz

Beiträge: 2 025

Danksagungen: 184

7

24.07.2005, 20:30

Smukow auf eine weise gebe ich dir vielleicht recht dass man gewisse opfer bringen muss Aber wie gross soll das opfer denn sein ist es denn zumutbar alle 2-3 jahre umzuziehen. Ich bin in meinem Beruf ja auch flexibel und fahre 150 - 200 km am tag und bekomme wenig Km geld. ich finde das in der jetzigen zeit zuviel auf die schultern der Arbeiter aufgebürgt wird und auf der anderen seite machen die Firmen Gewinne wie sonst was und entlassen Mitarbeiter damit sie noch mehr Gewinn machen. Ich als Arbeiter möchte mir nicht alles gefallen lassen es muss sich die waage halten.


“Terror eignet sich mehr als irgendeine andere militärische Strategie dazu, die Bevölkerung zu manipulieren.”


Thema bewerten